Implantation von Hodenprothesen
Hodenprothesen aus Silikon sind eine ästhetische Lösung nach dem Verlust eines Hodens oder bei dessen angeborener fehlender Entwicklung. Der Eingriff kann den kosmetischen Makel und die damit verbundene psychische Belastung lindern.
Für wen ist die Behandlung geeignet?
Die Implantation richtet sich an Männer, die einen Hoden verloren haben oder bei denen sich ein Hoden nicht entwickelt hat. Die häufigsten Gründe sind Zustände nach Verletzungen, Tumorerkrankungen oder schweren Entzündungen, die eine Entfernung des Hodens erforderlich machten, außerdem ein Hodenhochstand, bei dem der Hoden entfernt werden musste, oder eine angeborene fehlende Anlage. Eine relative Indikation können Zustände nach einer Hormontherapie sein, beispielsweise nach beidseitiger Entfernung der Hoden im Rahmen der Behandlung eines Prostatakarzinoms. Der Eingriff hilft, das Gefühl eines Mangels zu lindern und das natürliche Aussehen des Hodensacks wiederherzustellen. Ob er für Sie geeignet ist, beurteilt stets der Arzt bei der Beratung.
Implantat – Silikonprothese
Hodenprothesen sind Silikon- oder Gelimplantate, die vom Material her Brustimplantaten ähneln. Üblicherweise sind sie in fünf Größen erhältlich, die in Zentimetern und Kubikzentimetern angegeben werden, sodass eine zur Gegenseite passende Prothese gewählt werden kann. Je nach Typ haben sie eine glatte oder aufgeraute Oberfläche sowie eine Fixierungsöse, die ein Verrutschen des Implantats verhindert. Jede Prothese wird in einer sterilen Verpackung mit Sterilitätsindikator geliefert, ist zertifiziert und mit einem Identifikationsetikett versehen. Die Implantate zeichnen sich durch eine form- und tastgetreue Beschaffenheit sowie eine sehr gute Verträglichkeit aus.
Wobei hilft der Eingriff?
- Verlust des Hodens nach Verletzung
- Zustand nach onkologischer Behandlung
- Angeborene fehlende Anlage
- Hodenhochstand
Operativer Zugang
Das Implantat kann über zwei Zugänge eingesetzt werden. Der Leistenzugang (inguinaler Zugang) wird vor allem in urologischen Abteilungen bei geplanten onkologischen Operationen genutzt – die Prothese kann im Rahmen des Haupteingriffs eingesetzt werden, die Präparation des Raums und die Fixierung sind jedoch meist aufwendiger. Häufiger ist der Zugang über den Hodensack (skrotaler Zugang), der bei den meisten Indikationen zum Einsatz kommt. Er ermöglicht eine gute Vorbereitung des Raums für das Implantat und dessen zuverlässige Fixierung im Unterhautgewebe, sodass Lage und Höhe natürlich wirken.
HODENPROTHESE AUS SILIKON
Zertifiziertes Implantat in mehreren Größen, mit Fixierungsöse gegen Verrutschen und in steriler Verpackung mit Identifikationsetikett.
Preisliste
| Art des Eingriffs | Preis |
|---|---|
| Hodenoperation – Implantation von Hodenprothesen | ab 15 000 CZK |
| Implantate nach Wahl des Arztes | ab je nach Hersteller und Größe ab 10 000 CZK/Stk. |
Ablauf der Behandlung
Bei der Erstberatung beurteilt der Arzt Ihren Gesundheitszustand, bespricht Ihre Erwartungen und wählt die passende Implantatgröße aus. Der Eingriff selbst erfolgt in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung oder einer kurzen Vollnarkose. Der Chirurg setzt einen Schnitt, der für das Einbringen der Prothese ausreicht, schafft im Hodensack einen Raum und setzt das Implantat unter streng sterilen Bedingungen ein und fixiert es. Das Unterhautgewebe wird mit resorbierbaren Fäden verschlossen, die Haut in der Regel mit nicht resorbierbaren. Der Aufenthalt in der Klinik nach dem Eingriff dauert meist nur wenige Stunden.
Postoperative Nachsorge
Nach dem Eingriff wird empfohlen, stützende Unterwäsche zu tragen und mehrere Wochen lang intensive körperliche Belastung zu vermeiden. Der Arzt kann Schmerzmittel sowie Antibiotika zur Infektionsvorbeugung verschreiben. Die Hautfäden werden nach etwa sieben Tagen gezogen. Die vollständige Genesung dauert in der Regel mehrere Wochen; in dieser Zeit sind regelmäßige Kontrollen wichtig, bei denen der Arzt die Heilung und die korrekte Lage des Implantats überwacht.
Vorteile der Behandlung
- Einfacher Eingriff, meist ambulant
- Form- und tastgetreues Implantat
- Große Auswahl an Größen
- Sehr gute Materialverträglichkeit
Häufige Fragen
Unter welcher Anästhesie erfolgt der Eingriff?
Die Implantation erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung oder einer kurzen Vollnarkose. Die Art der Anästhesie empfiehlt der Arzt je nach Ihrem Gesundheitszustand.
Muss ich im Krankenhaus bleiben?
Der Eingriff erfolgt meist ambulant, und der Aufenthalt in der Klinik dauert in der Regel nur wenige Stunden.
Wie wird die Größe des Implantats gewählt?
Die Prothesen sind üblicherweise in fünf Größen erhältlich. Der Arzt wählt mit Ihnen bei der Beratung diejenige aus, die dem natürlichen Aussehen am besten entspricht.
Wann werden die Fäden gezogen?
Die Hautfäden werden nach etwa sieben Tagen gezogen. Die Fäden im Unterhautgewebe sind resorbierbar.
Was kostet die Implantation?
Der Preis beginnt ab 25.000 CZK. Den genauen Betrag legt der Arzt bei der Beratung je nach Umfang und Technik fest.
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